Eine gute Saison mit Schönheitsfehlern

Die Hallensaison 2010/11 ist abgeschlossen und um den Landesmeistertitel war es bis zum Schluss spannend. Mit Union Grünburg hat sich eine Mannschaft den Titel gesichert, welche in der Finalrunde nur mehr Außenseiterchancen hatte. Aber auch die Union Bad Kreuzen hatte hierbei ihre Finger gehörig im Spiel. Aus Sicht von Natschke & Co. kann von einer guten Saison gesprochen werden. Wie bereits letztes Jahr belegt man in der Endtabelle den 4. Platz, punktegleich mit Vizemeister ASKÖ Freistadt und drittplatzierten FSC Wels 2.

Als Saisonziel wurden die Top 3 angepeilt und nur hauchdünn verfehlt. Doch woran lag es in dieser Saison, dass die Kreuzner am Ende mit nur 2 Niederlagen ihr Saisonziel verfehlten. Werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse und vergleichen die Zahlen, die bekanntlich nicht lügen:

6 von 10 Spiele wurden über 5 Sätze entschieden

4 mal davon gingen die Kreuzner als Sieger vom Platz

2 mal als Verlierer (Grünburg, Wels)

1 mal verlor man trotz 2:0 Satzvorsprung (gegen Grünburg)

3 mal konnte man einen 0:2 Rückstand ausgleichen

davon 2 mal sogar als Sieger vom Platz gehen (Freistadt, Stamm)

und 1 mal blieb die Aufholjagd unbelohnt (Wels)

Spieleröffnung ist nicht die Kreuzner Stärke – 6 mal verlor man den 1. Satz, 4 mal blieb man erfolgreich

klare Siege waren Mangelware: nur 1 x 3:0, 3 x 3:1, 4 x 3:2

gegen Vöcklabruck gelang sogar ein 11:0 Satzsieg

Bereits klar ersichtlich ist, dass die Kreuzner Faustballer in dieser Saison einfach zuviele Sätze für ihre Siege benötigten. Besonders bitter die Niederlage gegen den späteren Landesmeister Grünburg, als man einen 2:0 Satzvorsprung und 3 Matchbälle nicht nutzen konnte und dann sogar noch als Verlierer vom Platz gehen musste.

Kämpferisch können sich die Kreuzner nichts vorwerfen. In Abwesenheit von Kapitän Natschke mussten Aschauer & Co. jeweils über 5 Sätze gehen. Gegen Linz Stamm und Wels verschlief man den Start komplett und geriet schnell in einen 0:2 Rückstand. Vorallem gegen Wels schien es ganz bitter zu werden, als man im dritten Satz bereits 0:6 in Bällen hinten lag, aber nicht aufgab und sogar noch diesen Satz für sich entschied, aber dennoch als Verlierer vom Platz gehen musste.

Auffällig ist vorallem, dass immer in Abwesenheit von einem Hauptangreifer die Kreuzner Schwierigkeiten haben, das Spiel auch gegen Tabellennachzügler in die Hand zu nehmen. Gegen Urfahr fehlte Alex Aschauer, gegen Wels und Stamm der Kapitän.

Aber dass die Kreuzner Faustballer immer wieder für Überraschungen gut sind, musste natürlich ASKÖ Freistadt in der letzten Runde am eigenen Leib erfahren. 0:2 in Sätze hinten, aber trotzdem kämpften die Kreuzner und drehten die Partie zugunsten von Natschke & Co.

Man sollte es zwar nicht machen, aber was wäre wenn … die Kreuzner gegen Grünburg einen Matchball nutzen und der Rest der Saison so verläuft wie gehabt? Tja, dann heißt der Landesmeister Union Bad Kreuzen … better luck next time!