Mit einem lachenden, zugleich weinenden Auge

Sieg und Niederlage bei einer Marathonrunde in Wels. Unglaubliche 5:15 Stunden Faustball bekamen die Zuschauer in der 7. Runde auf der Faustballanlage in Wels geboten. Einen Großteil dazu beigetragen haben die Kreuzener Faustballer. Gegen den Tabellenzweiten Union Inzersdorf und Tabellen Dritten FSC Wels 2 hatten Natschke & Co. sehr interessante Spiele zu absolvieren.

Im Auftaktsmatch des Tages ging es für die Union Bad Kreuzen gegen Union Inzersdorf. Eigentlich gelang ein guter Start für die Kreuzner und der erste Satz konnte lange offen gehalten werden. Nachdem man aber einen Satzball nicht nutzen konnte, sicherte sich der Tabellenzweite diesen in der Verlängerung.

Danach wollte es nicht mehr so richtig funktionieren. Natschke & Co. brachten sich mit leichtfertigen Eigenfehlern um die Früchte ihrer Arbeit. Nach dem zweiten Satzgewinn der Inzersdorfer könnte man meinen, dass die Partie bereits zugunsten der Kremstaler gelaufen wäre. Dem war aber nicht so. Wie gefährlich die Kreuzner jedoch sein können, wenn sie endlich konzentriert ans Werk gehen, bekam der Tabellenzweite im dritten Satz zu spüren. Satzergebnis von 11:1 spricht Bände. Perfekte Abwehr, Zuspiel und jeder Angriff ein Punkt.

Aber irgendwie schien die Leistungskurve an diesem Tag extrem zu schwanken. Auf diesen grandiosen Satzgewinn, gerieten die Kreuzner Faustballer im Vierten schnell in einen 1:6 Rückstand. Erst beim Stand von 3:8 konnte die Union Bad Kreuzen wieder an die Leistung des Vorsatzes anschließen und mit einem 11:9 einen Entscheidungssatz erzwingen.

Spannender hätte dieser finale Satz nicht sein können. Jedoch passierte etwas, dass einfach nicht passieren darf. Beim Stand von 10:7 für Natschke & Co. riss der spielerische Faden und die Union Inzersdorf nutzte ihre Chancen eiskalt. Endstand 10:12 im fünften Satz. Sieg Inzersdorf und hängende Köpfe bei der Union Bad Kreuzen.

Danach hatten Natschke & Co. eine Pause, ehe es im letzten Spiel gegen die Gastgebermannschaft des FSC Wels ging. Bis dahin war man aber auch Zeuge einer fulminanten Aufholjagd der Union Hirschbach gegen Union Inzersdorf. Nach einem 0:2 Satzrückstand gelang der jungen Mannschaft der Hirschbacher doch noch der Satzausgleich. Im Finish hatten aber wieder die Inzersdorfer das Glück auf ihrer Seite.

Im letzten Spiel des Tages mussten die Kreuzner gegen FSC Wels 2 ans Werk. Nach der 2:3 Niederlage gegen Inzersdorf kam es zu einer Umstellung in den Reihen der Kreuzner. Natschke machte Platz für Tobias Reindl. Die vorangegangene Niederlage schienen die Kreuzner gut weggesteckt zu haben und so sicherte man sich auch gleich Satz eins. Danach fanden aber die Gastgeber immer besser ins Spiel und die beiden Folgesätze gingen verloren.

Mit dem Rücken zur Wand riskierten die Kreuzner nochmals alles. Der Einsatz wurde belohnt und auch diese Partie musste über fünf Sätze gehen. Und der Finalsatz war nichts für schwache Nerven. Immer wieder ging es hin und her. Auf leichtsinnige Eigenfehler folgten grandiose Punkte. Am Ende wurde es nochmals Spannend. Nach Abwehr eines Matchballes zeigten die Kreuzner nochmals enormen Kampfgeist und siegten mit 12:10 gegen den Tabellendritten.

Am Ende reisten die Kreuzner mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge nach Hause. Einem knappen und hart erkämpften Sieg gegen Wels, steht eine bittere Niederlage (mit drei ungenutzten Matchbällen) gegen Inzersdorf gegenüber. Nächste Woche geht es für die Kreuzner gegen die Tabellennachzügler Union Schwanenstadt und SPG Schärding um sehr wichtige Punkte. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr auf der Sportanlage in Hirschbach.